Kernspintomographie

Die
Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt,
stellt mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen die inneren Organe
und das Gewebe des Körpers dar. Dabei wird, im Gegensatz zu einer
Röntgenuntersuchung, nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit
Magnetfeldern und Radiowellen gearbeitet.
Im Kernspintomographen befindet sich ein starkes Magnetfeld, das
die Atomkerne in den Zellen ausrichtet. Die dabei zurück gesendeten
Signale werden in einem Schnittbild des Körpers dargestellt und machen
jedeVeränderung im Körper sichtbar.
Warum zur Kernspintomographie? Diese diagnostische Technik liefert uns eine sehr genaue und
detaillierte Darstellungen Ihres Körpergewebes. Schon kleinste
Veränderungen wie z.B. eine Entzündung können mit Hilfe des MRT
entdeckt werden.
Besonders eignen sich folgende Körperregionen für eine Untersuchung:
- Gelenke, Knochen und Weichteile
- Wirbelsäule und Bandscheiben
- Bauchraum
- Gefäße
- Brustdrüse
- Gehirn und Nerven
Was passiert bei der Untersuchung? Bei der Kernspintomographie (MRT) liegen Sie für 20 bis 30 Minuten
in einer ca. einen Meter langen Röhre. Dabei ist darauf zu achten, dass
Sie möglichst ruhig liegen und gleichmäßig atmen. Falls Sie Platzangst
haben, teilen Sie uns das bitte vor der Untersuchung mit. Wir
verabreichen Ihnen dann, wenn gewünscht, ein Beruhigungsmittel. Zudem
stehen wir mit Ihnen über ein Sprachsystem in ständigem Kontakt.
Während
der Untersuchung wird vom Kernspintomographen ein lautes Klopfen
erzeugt. Gerne erhalten Sie von unserem Praxisteam Ohrstöpsel gegen
dieses Geräusch.
In manchen Fällen ist es nötig vor der Untersuchung
im MRT ein Kontrastmittel zu sich zu nehmen. Dieses wird in der Regel
sehr gut vertragen und ist völlig unschädlich.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder einer
vorhergehenden Lebertransplantation sollte jedoch darauf verzichtet
werden.
Bei Schwangeren sollte bis zum dritten Monat generell von einer Kernspintomographie abgesehen werden.
Was Sie im Vorfeld der Untersuchung beachten sollten:
- Bitte legen Sie vor der Untersuchung alle metallischen oder
magnetempfindlichen Gegenstände wie Kredit- und EC-Karten, Uhren,
Schmuck, Zahnersatz und Geld ab.
- Patienten mit
Herzschrittmacher, Innenohrprothese, Insulinpumpe oder ähnlichen
Implantaten mit Metallteilen darf die Kernspintomographie nicht
angewendet werden.
- Auch bei kleinen Metallsplittern im
Körper, Tätowierungen oder permanent Makeup muss der Arzt abwägen, ob
die Untersuchung möglich ist.
- Patientinnen, die zur
Empfängnisverhütung eine Spirale tragen, bitten wir, nach der
Untersuchung den korrekten Sitz von Frauenarzt überprüfen zu lassen.
Was passiert nach der Untersuchung? Im Anschluss an die Untersuchung wertet der Arzt die Bilder der MRT aus und bespricht mit Ihnen die weitere Vorgehensweise.